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Als Dankeschön für unseren Sponsorenbeitrag wurde der NVSK zu einer Führung und zum Apéro im dieses Jahr eröffneten Naturzentrum Klingnauer Stausee eingeladen. Auf der Führung erfuhr die Gruppe spielerisch Historisches rund um die Entwicklung des Stausee-Gebietes vom Auengebiet im 19. Jh. über die Aare-Kanalisierung, den Kraftwerkbau und die Entstehung des Stausees bis hin zum international bedeutenden Naturschutzgebiet.

Es ist eines der wichtigsten Schweizer Schutzgebiete für Vögel auf dem Zug und als Überwinterungsgebiet. Wir konnten einige Vogelarten beobachten wie Brachvögel, Bekassinen, Silber- und Graureiher, mehrere Entenarten und sogar der Eisvogel zeigte sich mehrmals. Wir befassten uns auch mit dem Lebenszyklus der Libellen - für einige von uns war dies eine schöne Repetition des Wissens, welches wir auf der Exkursion von Ernst Weiss im vergangenen Juli erworben haben. Der Apéro rundete das Erlebnis bei schönstem spätsommerlichen Wetter ab.

Auf der Libellen-Exkursion mit Ernst Weiss am 6. Juli 2019 konnten die Teilnehmenden gleich beim Treffpunkt am Sprützehüsli in Spreitenbach die für kleine Bäche typischen Blauflügel-Prachtlibelle und die Gebänderte Prachtlibelle beobachten. Wie auch bei vielen Vogelarten sind die Männchen farbig und die Weibchen unscheinbar braun.

Auf dem Weg zum Alten Bad konnte eine patrouillierende Gefleckte Smaragdlibelle beobachtet werden, wie sie blitzschnell ihre Flugrichtung änderte. Beim Alten Bad flog auch eine Glänzende Smaragdlibelle. Das Alte Bad ist auch Lebensraum für den Spitzenfleck, die Grosse Pechlibelle, den Vierfleck, den Kleinen Blaupfeil und die Blutrote Heidelibelle. Von letzterer haben wir ein frisch geschlüpftes, noch gelb-oranges Männchen beobachtet. Weiter konnten wir eine Vielzahl von Hufeisen-Azurjungfern im Tandem bei der Eiablage sehen. Am Franzosenweiher zeigte sich die Grosse Königslibelle.

Ernst Weiss erklärte der Gruppe den Unterschied von Klein- und Grosslibellen, den typischen Lebensraum verschiedener Libellenarten, die Bedürfnisse und Hindernisse - z.B. Baumstämme im Bach für die direkt über der Wasseroberfläche patrouillierenden Libellenarten - sowie den Lebenszyklus der Libellen. Er zeigte anhand von Bildern die Merkmale und feinen Unterschiede der Libellenarten auf. Obwohl die Sonne gegen Ende der Exkursion hinter Wolken verschwand, zeigten sich die Libellen schön und es war für alle Teilnehmenden eine Bereicherung und es wurde viel fotografiert.

Weitere Informationen zu Libellen finden Sie unter:
https://www.libellenschutz.ch/arten
http://www.libellen.li/

Am Samstag, 11. Mai 2019 haben neun Mitglieder einen Ausflug an den Lützelsee unternommen, um im Weiler Hasel die Storchenkolonie zu besuchen.

Neben Schnabelklappern zur Begrüssung des Partners war das Herbeibringen von Nestmaterial und ein Köpfchen eines Jungstorches zu beobachten. Zwei Graugansfamilien waren mit ihren Jungen unterwegs; Sperlinge, die ihre Nester direkt unter den Storchenhorsten bauen, flogen ein und aus und der Rotmilan kreiste über der Storchenkolonie und suchte dort Futter für seine Jungen. Neben den Vogelbeobachtungen waren auch die Riegelhäuser im Hasel und in Lutikon eine Augenweide sowie die Orchideen im Lutikerried - einem Ried von nationaler Bedeutung. Obwohl das Wetter wechselhaft war, hat sich der Ausflug gelohnt.


Damit Wildbienen und andere Insekten wieder intakte Nisthilfen vorfinden, haben wir am Insektenhotel beim Dreschschopf in Spreitenbach rissige Holzrugel aussortiert und solche mit frisch gebohrten Löchern in die Regale des Insektenhotels gestellt. Die Lochgrösse variiert, damit jede Insektenart ein passendes Loch für die Eiablage findet.

August 2018